In dieser Einleitung wird erklärt, wie Entwickler für Automobilsoftware arbeiten und welche Aufgaben sie täglich übernehmen. Der Fokus liegt auf dem Einfluss ihrer Arbeit auf die Mobilität von morgen und auf dem Automotive Softwareprozess, der moderne Fahrzeuge prägt.
Automobilsoftware Entwicklung steuert heute viele Fahrzeugfunktionen. Sie regelt Motor und Fahrwerk, betreibt Fahrerassistenzsysteme (ADAS), steuert Infotainment und ermöglicht Vehicle-to-Everything-Kommunikation (V2X). Over-the-Air-Updates halten Software aktuell und sorgen für kontinuierliche Verbesserungen.
Die wachsende Bedeutung von Embedded Software Auto zeigt sich bei Herstellern wie Volkswagen, BMW, Mercedes-Benz und Audi sowie bei Zulieferern wie Continental, Bosch und ZF. Software liefert zunehmend Differenzierung und Funktionalität, die über klassische Hardware hinausgeht.
Der Artikel skizziert anschließend den allgemeinen Automotive Softwareprozess, typische Rollen im Entwicklungsteam, die eingesetzten Technologien und Tools sowie die täglichen Herausforderungen. Abschließend folgt eine produktorientierte Bewertung, wie Auto-Software Entwickler die Mobilität gestalten.
Diese Einführung richtet sich an Entscheider in der Automobilindustrie, Studierende der Elektrotechnik und Informatik, Softwareingenieure sowie Interessierte in Deutschland, die verstehen möchten, wie Automobilsoftware entsteht und bewertet wird. Weitere Aspekte zur Vernetzung und intelligenten Steuerung finden sich ergänzend in einem Beitrag zur KI in Fahrzeugen von evovivo: KI-gesteuerte Motorräder.
Wie arbeiten Entwickler für Automobilsoftware?
Entwicklerteams in der Automobilbranche verbinden komplexe Technik mit strengen Normen. Der Automotive Entwicklungsprozess verlangt klare Abläufe, frühe Simulationen und enge Abstimmung zwischen OEMs wie BMW oder Mercedes und Zulieferern wie Bosch oder Continental. Agile in Automotive ergänzt traditionellere Modelle und schafft Raum für schnelle Anpassungen bei Prototypen und OTA-Updates.
Allgemeiner Entwicklungsprozess in der Automobilsoftware
Der typische Ablauf beginnt mit Anforderungsanalyse und Systemarchitektur. Teams modellieren Komponenten, entwickeln Softwarearchitekturen und implementieren Funktionen.
Integration, Verifikation & Validierung folgen mit HiL- und SiL-Tests. Viele Projekte kombinieren V-Modell mit iterativen Methoden, um Sicherheit und Flexibilität zu verbinden.
CI/CD-Pipelines und automatisierte Tests gewinnen an Bedeutung. Das erlaubt schnellere Releases und sicheres Over-the-Air-Management.
Rollen im Entwicklungsteam
Entwicklerrollen Automobilsoftware umfassen Requirements Engineer, Systemarchitekt, Softwarearchitekt und Embedded-Entwickler. Ergänzt werden sie durch Verification Engineers, Safety Engineers und Integrationsingenieure.
DevOps- und CI-Engineers sorgen für Deployment und Testautomatisierung. Functional Safety Manager und Safety Engineers übernehmen Nachweisführung und Zertifizierungsaufgaben.
Domänenexperten für ADAS, Fahrwerk oder Powertrain arbeiten eng mit Hardware-Engineers und Tier1-Zulieferern zusammen. Diese Kooperation ist entscheidend für termingerechte Lieferungen.
Besondere Anforderungen und Standards
Sicherheitsnormen prägen die Arbeit: ISO 26262 steht im Zentrum funktionaler Sicherheit. Cybersecurity-Anforderungen folgen mit ISO/SAE 21434.
AUTOSAR-Standards strukturieren Softwarearchitekturen, während MISRA-Richtlinien die Codequalität sichern. Traceability von Anforderungen bis Tests ist Pflicht.
Tool-Qualification und umfangreiche Dokumentation unterstützen Zertifizierbarkeit. Regulatorische Rahmenbedingungen in Deutschland und der EU beeinflussen Design und Freigabeprozesse.
Für vernetzte Verkehrslösungen und Plattformen zur Kommunikation zwischen Fahrzeugen empfiehlt sich ein Blick auf praktische Umsetzungen, wie sie auf vernetzte Verkehrswege beschrieben werden.
Technologien und Tools, die Entwickler nutzen
Automobilsoftware-Teams setzen auf ein Bündel an Technologien, um komplexe Steuergeräte sicher und effizient zu entwickeln. Die Wahl der richtigen Tools beeinflusst Portabilität, Testbarkeit und Zulassungsfähigkeit von Steuergeräten.
Programmiersprachen und Frameworks
C und C++ dominieren das Feld wegen ihrer Kontrolle über Hardware und Echtzeitfähigkeit. Python gewinnt an Bedeutung für Tooling, Tests und Prototyping. Java und Kotlin spielen in Android-basierten Infotainment-Systemen eine Rolle.
Autoren von Steuergeräten nutzen AUTOSAR als Architektur- und Middleware-Framework, sowohl Classic als auch Adaptive. RTOS wie QNX, Integrity oder FreeRTOS sorgen für deterministisches Verhalten. Automotive Grade Linux wird bei Infotainment-Plattformen eingesetzt.
Entwicklungs- und Testwerkzeuge
Versionierung und CI/CD sind üblich. Git kombiniert mit GitLab CI erlaubt automatisierte Build- und Testpipelines für SiL, Unit- und Integrationstests. Jenkins bleibt in vielen Projekten ein weiteres CI-Element.
Statische Analyse ist Pflicht, um MISRA-Standards einzuhalten. Tools wie Polyspace, PC-Lint und Coverity helfen bei Static Analysis. SonarQube ergänzt die Code-Quality-Überwachung.
Für Kommunikationstests und Messaufgaben greifen Teams auf Vector-Werkzeuge wie CANoe oder CANape zurück. Traceability-Tools wie IBM DOORS unterstützen Anforderungsmanagement und Nachverfolgbarkeit.
Simulation und Modellbasiertes Design
Modellbasierte Entwicklung mit MATLAB/Simulink erlaubt schnelles Prototyping, Systemmodellierung und automatische Code-Generierung. Simulink-Modelle beschleunigen die Validierung von Regelalgorithmen.
dSPACE-Systeme werden häufig für HiL-Tests, virtuelle Testbeds und Fahrzeug-Simulatoren eingesetzt. SiL, HiL und Vehicle-in-the-Loop ergänzen reale Tests durch frühzeitige Absicherung.
Für datengetriebene Optimierung nutzen Teams Analytik- und Telemetrie-Tools. Ein praxisnahes Toolset für KI-Berechnungen und Datenaufbereitung lässt sich in der Übersicht finden, um Machine-Learning-Komponenten zu integrieren: beste Tools für KI-Berechnungen.
Herausforderungen im Alltag von Automobilsoftware-Entwicklern
Die tägliche Arbeit von Entwicklerteams ist geprägt von technischen, organisatorischen und regulatorischen Zwängen. Projekte demandieren hohe Qualität bei kurzen Fristen. Viele Aufgaben drehen sich um sichere Funktionen, stabile Integration und nachvollziehbare Zulassungsprozesse.
Sicherheits- und Zuverlässigkeitsanforderungen
Entwickler müssen Fehlertoleranz und Redundanzkonzepte planen, weil Ausfälle Menschen gefährden können. Safety-Cases und Tests sichern Brems-, Lenk- und Fahrerassistenzfunktionen ab. Die Balance zwischen Performance und Safety ist oft schwierig.
Cybersicherheit ist Teil der Arbeit. Maßnahmen wie Secure Boot, Verschlüsselung und abgesicherte Kommunikationsschnittstellen schützen Fahrzeuge vor Angriffen. Teams stimmen diese Maßnahmen mit funktionalen Sicherheitsanforderungen ab und dokumentieren sie für Audits.
Komplexität der Fahrzeugfunktionen und Integration
Moderne Fahrzeuge enthalten hunderte Steuergeräte und Millionen Zeilen Code. Diese Verteilung erhöht den Aufwand für Softwareintegration erheblich.
Schnittstellenmanagement für CAN, LIN, FlexRay und Automotive Ethernet sowie Konfigurationsmanagement sind Tagesgeschäft. Funktionen aus ADAS, Powertrain, Energiemanagement und Infotainment müssen systemübergreifend zusammengeführt werden.
Koordination mit Zulieferern und OEM-Teams ist notwendig, damit Module kompatibel bleiben. Ohne stringentes Integrations- und Testkonzept entstehen unerwartete Wechselwirkungen.
Regulatorische Vorgaben und Zulassungsprozesse
Entwickler navigieren durch nationale und europäische Regelwerke. ISO 26262 Herausforderungen gehören zum Standardalltag, wenn sicherheitsrelevante Systeme entwickelt werden.
Zulassung Automotive Software verlangt umfassende Nachweise, Testreporting und oft externe Audits. Änderungsmanagement regelt jede Anpassung, damit Sicherheitslevels erhalten bleiben.
Hohe Validierungs- und Markteinführungskosten beeinflussen Zeitpläne. Kooperation mit Behörden und Prüforganisationen ist wichtig, um Zulassung und Marktreife zu erreichen.
Produktbewertung: Wie Entwickler für Automobilsoftware die Mobilität von morgen prägen
Die Produktbewertung Automobilsoftware zeigt, wie Entwickler Methoden, Tools und Prozesse nutzen, um konkrete Mobilitätsfunktionen zu erstellen und zu verbessern. Dabei geht es um funktionale Qualität wie Leistung, Echtzeitverhalten und Robustheit. Ein gutes Automotive Software Review umfasst auch das Benutzererlebnis bei Infotainment und Fahrerassistenz.
Sicherheit und Compliance sind zentrale Bewertungskriterien. Erfüllt die Software ISO 26262 und bestehen Cybersecurity-Tests, steigt die Marktreife. Hersteller wie Mercedes-Benz, Volkswagen und BMW sowie Zulieferer wie Bosch setzen modellbasierte Entwicklung und AUTOSAR ein, um Nachweisführung und Sicherheit zu gewährleisten.
Wartbarkeit und Update-Fähigkeit beeinflussen Lebensdauer und Kundenzufriedenheit. Architekturen mit Over-the-Air-Updates, modulare Designs wie Microservices oder AUTOSAR Adaptive und automatisierte Tests erhöhen die Qualität. Plattformen von Elektrobit, dSPACE und Vector reduzieren Time-to-Market und senken Entwicklungskosten.
Entwickler Einfluss Mobilität zeigt sich auch in Innovationsfähigkeit und Ökonomie. KI/ML in ADAS, digitale Zwillinge und Simulationen beschleunigen Entwicklung und mindern Risiken. Für die Zukunft Mobilität sind stärkere Softwarezentrierung, Domain Controller-Architekturen und wachsende Cybersecurity-Anforderungen zu erwarten. Die abschließende Bewertung lautet: Investitionen in Prozesse, Qualifikation und Tools zahlen sich in Produktqualität und Wettbewerbsfähigkeit aus.







